Babesiose beim Hund

Beim Hund ist Babesiose („Hundemalaria“) eine durch Babesia-Parasiten verursachte Erkrankung der roten Blutkörperchen. Die Übertragung erfolgt meist durch Zecken, insbesondere durch die Auwaldzecke. Die Krankheit kommt mittlerweile in vielen Teilen Europas, einschließlich Deutschlands, vor.

Foto: Rainer Altenkamp, Berlin

Abbildung einer Auwaldzecke

Symptome beim Hund

Die ersten Anzeichen einer Babesiose können sowohl plötzlich als auch schleichend auftreten. Zu den häufigsten Symptomen gehören:

  • Hohes Fieber
  • Mattigkeit und allgemeine Schwäche
  • Appetitlosigkeit
  • Blasse oder gelblich verfärbte Schleimhäute
  • Dunkelrot bis rötlich-braun gefärbter Urin
  • Gewichtsverlust
  • Vergrößerte Milz
  • Atemnot oder eine erhöhte Herzfrequenz bei schweren Krankheitsverläufen

Bleibt die Erkrankung unbehandelt, kann sie lebensbedrohlich verlaufen.

Diagnose

Die Diagnose erfolgt durch den Tierarzt anhand verschiedener Untersuchungen. Dazu gehören:

  • Blutuntersuchungen
  • Mikroskopischer Nachweis der Babesien im Blut
  • PCR-Test zum direkten Erregernachweis
  • Blutbild zur Feststellung einer Anämie sowie weiterer krankheitsbedingter Veränderungen

Vorbeugung

Der wirksamste Schutz vor einer Babesiose besteht darin, Zeckenstiche möglichst zu verhindern. Hierfür stehen medikamentöse Zeckenschutzpräparate sowie natürliche pflanzliche Repellentien, beispielsweise mit Citronella oder Extrakten der Zistrose (Cistus spp.), zur Verfügung. Diese können helfen, Zecken durch ihren Geruch fernzuhalten.

Kontrollieren Sie Ihren Hund nach jedem Spaziergang – insbesondere in zeckenreichen Gebieten – sorgfältig auf Zecken und entfernen Sie diese möglichst zeitnah.

Besonders gefährdete Hunderassen

Grundsätzlich kann jeder Hund unabhängig von seiner Rasse an Babesiose erkranken. Tiermedizinische Untersuchungen zeigen jedoch, dass einige Rassen häufiger schwere Krankheitsverläufe entwickeln.

Windhunde: Vor allem Greyhounds gelten als genetisch besonders anfällig und zeigen häufiger schwere, teilweise tödliche Krankheitsverläufe.

American Staffordshire Terrier und Pitbull Terrier: Bei diesen Rassen wird häufiger eine verminderte Immunantwort gegenüber den Erregern beschrieben, wodurch schwere Verläufe begünstigt werden können.

Hirten- und Herdenschutzhunde: Rassen wie Puli und Mudi weisen nach tiermedizinischen Erkenntnissen eine erhöhte Anfälligkeit für Infektionen auf.

Weitere gefährdete Rassen: Auch Deutsche Schäferhunde, Rottweiler und Dobermänner gehören zu den Rassen, bei denen überdurchschnittlich häufig schwere Krankheitsverläufe beobachtet wurden.

Warum sind manche Rassen stärker gefährdet?

Die erhöhte Anfälligkeit bestimmter Hunderassen wird vermutlich durch das Zusammenspiel genetischer Faktoren und äußerer Einflüsse verursacht. Unterschiede in der Immunabwehr können ebenso eine Rolle spielen wie das Haltungsumfeld. So sind beispielsweise Herdenschutzhunde aufgrund ihres häufigen Aufenthalts in zeckenreichen Lebensräumen einem erhöhten Infektionsrisiko ausgesetzt.Herdenschutzhunden).

Laboruntersuchungen weisen darauf hin, dass Artemisinin eine hemmende Wirkung auf bestimmte Babesien-Stämme entfalten kann. In der naturheilkundlich orientierten Tiermedizin wird die Pflanze daher begleitend eingesetzt, um die körpereigenen Abwehrkräfte zu unterstützen und die Erregerlast auf natürliche Weise zu reduzieren. Dabei ersetzt sie jedoch keine tierärztlich empfohlene Behandlung.

Behandlung

Eine akute Babesiose stellt einen tiermedizinischen Notfall dar und muss schnellstmöglich behandelt werden. Sobald die Diagnose gesichert ist oder ein starker Verdacht besteht, sollte unverzüglich eine gezielte Therapie mit einem gegen Babesien wirksamen Medikament (Babesizid) eingeleitet werden.

Neben der Bekämpfung des Erregers steht die Stabilisierung des Hundes im Vordergrund. Die unterstützende Behandlung umfasst insbesondere die Therapie einer Blutarmut (Anämie), die Stabilisierung des Kreislaufs sowie weitere intensivmedizinische Maßnahmen. Bei schwer erkrankten Hunden mit einem stark erniedrigten Hämatokrit kann zusätzlich eine Bluttransfusion erforderlich sein.

Zur spezifischen Behandlung wird häufig das Antiprotozoikum Imidocarb eingesetzt. Die empfohlene Dosierung liegt bei 3–6 mg pro Kilogramm Körpergewicht und wird in der Regel subkutan verabreicht. In Deutschland ist Imidocarb derzeit nicht für die Anwendung beim Hund zugelassen. In begründeten Therapienotfällen kann der Wirkstoff jedoch unter den geltenden arzneimittelrechtlichen Bestimmungen importiert und eingesetzt werden.

https://flexikon.doccheck.com/de/Babesiose_(Hund)

Hinweise zur Anwendung von LupArte 2.0

Wenn Sie LupArte 2.0 begleitend einsetzen möchten, sollten Sie einige Grundsätze der Phytotherapie beachten:

  • Anwendung nur nach Rücksprache: Stimmen Sie die Gabe grundsätzlich mit Ihrem behandelnden Tierarzt oder einem qualifizierten Tierheilpraktiker ab. So können mögliche Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten oder Behandlungen berücksichtigt werden.
  • Zeitlicher Abstand zur Fütterung: LupArte 2.0 sollte möglichst mit einem Abstand von etwa zwei Stunden zur regulären Fütterung verabreicht werden.
  • Verbesserte Aufnahme durch Fett: Der Wirkstoff Artemisinin ist fettlöslich und kann daher besser aufgenommen werden, wenn die Gabe zusammen mit einer kleinen Menge fetthaltiger Nahrung, beispielsweise etwas Quark oder Sahne, erfolgt. Nach naturheilkundlichen Empfehlungen sollte die gleichzeitige Verabreichung mit eisenreichen Lebensmitteln – insbesondere Fleisch – vermieden werden, da Eisen die Verfügbarkeit des Wirkstoffs beeinflussen könnte. Für diesen Zusammenhang liegen jedoch bislang nur begrenzte wissenschaftliche Daten vor.
  • Eine Ernährung mit einem Alleinfuttermittel der IBDerma-Linie ( IBDerma VeggieSens oder IBDerma TapiOvo Mini ) entlastet Leber und Nieren und bietet hochwertige Proteinquellen. Wenn die Nieren schon durch die Parasiten befallen sind, kann ProCleaRen Intense Pulver eine Unterstützung bieten, das durch die Bindung von Phosphat und Ammoniak bereits im Darm die Nierenfunktion schützen kann.
  • Gegenüber den Wildwuchsformen enthält LupArte 2.0 die ca. 20fache Artemisininmenge als einem Hauptwirkmolekül.

LupArte 2.0: THERAPIEPROTOKOLL

Die LupArte 2.0-Dosierung und das Protokoll für die Babesiose variieren je nach Babesiose-Titer und dem klinischen Zustand des Hundes.

Wir haben zwei Protokolle für LupArte 2.0, eines kombiniert mit Eisen und eines ohne Eisen.

Babesiose – Behandlung mit LupArte 2.0:

Parasiten sind Tarnexperten und wenn sie sich bedroht fühlen (z.B. durch Behandlungen), persistieren sie vom Immunsystem zunehmend unbemerkt und widerstehen so chronisch. Deshalb sind Behandlungen aller Art titerabhängig oft klinisch und meist lebenslang nötig.

Grundsätzlich ist eine purinarme Ernährung, z.B. mit Alleinfuttermitteln von LupoVet:
IBDerma VeggieSens oder IBDerma TapiOvo Mini anzuraten.

LupArte 2.0 (Artemisia annua, in wirkstoffoptimierender Kombination mit Artemisia annua Pflanzenblättern) wurde und wird seit mehr als einem Jahrzehnt mit erfolgreichen Ergebnissen z.B. in Spanien praktisch angewendet und tierärztlich auch labordiagnostisch positiv überwacht: die Symptome reduzieren sich, der Titer sinkt. Weitere systematische Untersuchungen laufen bereits.

Artemisia annua-Pflanzen differieren in ihrer Zusammensetzung je nach Anbauqualität, Klima und Boden. Zudem wirken sich unterschiedliche Darreichungs- und Bearbeitungsformen extrem auf den Wirkstoffgehalt aus.

Nach mehr als einem Jahrzehnt Erfahrungen mit den Auswirkungen von Artemisia annua bei Hunden wissen wir, dass ein großer Wirkstoffkanon, den die Pflanzen bilden, wichtig ist. Ihr Bekanntheitsgrad ist noch relativ gering und ihr Wirkung ist noch unzureichend erforscht, was sich aber positiv ändert.

LupArte 2.0 ist eine sorgfältig ausgewählte Mischung von mehreren hochwertigen Annua Artemisia-Herkünften und deren Zubereitungen. Es wurde und wird, mit dem Ziel, das Produkt zu optimieren, in verschiedenen Zusammensetzungen spektroskopisch analysiert. Es wird eine optimale Zusammensetzung bezüglich Artemisinin- Casticin-, Chrysosplenol- und Eupatoringehalten inmitten aller weiteren weitgehend unbekannten pflanzlichen Wirkstoffen angestrebt.

 

LupArte 2.0-Protokoll ohne Eisenzugabe:

Grundsätzlich ist eine purinarme Ernährung, z.B. mit Alleinfuttermitteln von LupoVet:
IBDerma VeggieSens oder IBDerma TapiOvo Mini anzuraten.

Initialtherapie:

Hunde mit hohem Titer und / oder schweren Symptomen: ca. 75 mg/kg/Tag LupArte 2.0, aufgeteilt in drei, noch besser vier Dosen/Tag, für 12 Wochen ohne Unterbrechung, jeweils grundsätzlich ca. 30-60 Minuten vor der Fütterung in Käse/Kochreisbällchen.

Das ist auch der ideale Zeitpunkt, um den Babesiose-Titer erstmals zu überprüfen. Ab der 12. Woche reduziert sich die Dosis in der Regel auf eine Dauertherapie mit ca. 50mg/kg/Tag auch in 3 bis 4 Dosen, weitere 12 Wochen ohne Unterbrechung.

Es wird eine lebenslange Behandlung empfohlen, da der Parasit nicht vollständig eliminiert wird: Er beherrscht eine effektive immunologische Tarnung und vermehrt sich u.U. unbemerkt vom Immunsystem. Daher sollte erst nach 6 Monaten, wenn die Krankheit kontrolliert zu sein scheint, die Therapie versuchsweise abgesetzt werden.

Situative Dauertherapie:

Hunde mit niedrigen Titern und kontrollierten Symptomen kann man mit einer Erhaltungsdosis von ca. 50mg/kg/Tag ab der 12. Woche idealerweise ohne Unterbrechung, oder auch situativ versuchsweise undulierend mit je 5-7 tägiger Dauer mit je 2 tägiger Unterbrechung behandeln.

Falls aufgrund einer nachlassenden Wirkung oder eines Absetzens von LupArte 2.0 die Symptome zurückkehren, ist es ist zielführend, wieder mit der Initialtherapie von ca. 75mg/kg/Tag zu beginnen, und die Symptome werden in der Regel wieder abnehmen. Falls nicht, sollten sie auf eine mögliche viszerale Beteiligung achten.

 LupArte 2.0-Protokoll mit Eisenzugabe: (unter tierärztlicher Kontrolle)

Grundsätzlich ist eine purinarme Ernährung, z.B. mit Alleinfuttermitteln von LupoVet:
IBDerma VeggieSens oder IBDerma TapiOvo Mini anzuraten.

Die LupArte 2.0 Behandlung wird hierbei durch die Kombination von oraler Eisenapplikation oder noch besser durch Injektionen (in situativ anzupassender Häufigkeit) verbessert.

Dies unterstützt die sogenannte Ferroptose, die besagt, dass die komplexe Artemisia-annua-Wirkung durch Gegenwart erhöhten freien Eisens optimiert wird. Dies wird nur unter strenger tierärztlicher Kontrolle empfohlen, die eine Titer-Analyse und die evidente Korrektur der wöchentlichen Eisendosen ermöglicht. Ziel ist es, dauerhaft hohe, aber sichere Eisenspiegel im Blut zu erhalten.

Normaler Eisenbereich 140-170 µg / dl.

Zieleisenbereich 250 +- 30 µg / dl während der gesamten Behandlung.

Beginn: Nach initialer Kontrolle von Serum-Eisen in den ersten drei Tagen vor Beginn der Behandlung mit LupArte  2.0, sollte Eisen verabreicht werden:

Oral in Form von LupoVet LuCefer

Dosierung:
pro 10 kg Lebendgewicht pro Tag bis zu 2 x 1 gestr. Messlöffel, idealerweise in 1 Esslöffel Feuchtnahrung angerührt mit dem Futter verabreichen;
Messlöffelinhalt: gestrichen = 4,5 g, gehäuft = 7,5 g

Oder Eisengabe mit intramuskulären oder subkutanen Injektionen
von z.B. Ursoferran®/Myofer® (100mg Eisen/ml). Initiale Dosis: 100 mg/10 kg Gewicht zunächst ein bis zweimal pro Woche.

Ab dem dritten Tag der Einnahme von Eisen beginnt die Behandlung ohne Pause mit LupArte 2.0. Dosis: 50mg x Kilo/Tag aufgeteilt in 3 Dosen, ca. eine Stunde vor den Mahlzeiten. LupArte 2.0 sollte vorzugsweise mit Käse/Kochreisbällchen statt Fleisch verabreicht werden!

Die Eisendosen werden situativ fortgesetzt und während der ersten 12 Wochen der Behandlung mit LupArte 2.0 in Höhe und Häufigkeit nachjustiert, wobei ein hoher Gehalt von 250 + – 30 µg/dl beibehalten wird. Die ideale Zeit, um den Babesien-Titer nachzumessen, ist nach ca. 12 Wochen. Die Behandlung mit LupArte 2.0 ist u.U. situativ lebenslang, nach den ersten 12 Wochen und nach den Analysen des Tierarztes kann man zumindest zwischenzeitlich die Eisengabe absetzen und LupArte 2.0 in einer Grund-Dosierung von 50mg/kg /Tag nach dem eisenfreien Behandlungsprotokoll geben. Wie erörtert, kann auch der Versuch des (vorübergehenden?!) Absetzens der Behandlung erwogen werden, auch wenn dies Risiken birgt. Grundsätzlich wirken erhöhte Eisenserumgehalte synergistisch zu Artemisia annua.

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Babesiose beim Hund
Die ideale Kombination zur Therapie
Alleinfutter der IBDerma-Linie
Ergänzungsfuttermittel

IBDerma VeggieSens
zur purinarmen Ernährung

IBDerma TapiOvo Mini
zur purinarmen Ernährung

LupArte 2.0
mit Artemisia annua und Inulin

LuCeFer Eisenkapseln
hochdosiert, mit Vitamin C

Zusätzlich:

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Babesiose beim Hund
Sinnvolle Ergänzung zur Therapie

VivaHepar-Pellets
Der Multivitalkomplex zur Vorbeugung von ernährungsbedingten Mangelerscheinungen aus rein natürlichen Quellen, frei von synthetischen Zusatzstoffen. Der ideale Ergänzer mit 25 % Mariendistel, sowie Vitaminen und Mineralstoffen rein natürlichen Ursprungs. Zur Unterstützung der Leberfunktion, für einen optimalen Stoffwechsel, zur Regulierung und Reinigung des Verdauungstrakts und des Abtransports schädlicher Stoffe, für eine regelmäßige natürliche Analbeutelentleerung und zur Förderung der eigenen Abwehrkräfte.

ProCleaRen Intense Pulver
Schmackhaftes Ergänzungsfuttermittel für Hunde und Katzen zur (auch prophylaktischen) Phosphat- und Ammoniakbindung bereits im Darm.

Die Nierenfunktion kann durch die ideale Zusammensetzung von ProCleaRen Intense bereits im Darm geschützt werden. Somit kann die Versorgung Ihres Tieres mit ProCleaRen Intense einen guten Beitrag zum Nierenschutz leisten.

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